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ErstellerThema   1.Damen: HSG Union 92 Halle - SV Teutonia Riemke
HWerft
Erstellt am 28.01.2008 - 19:05
Kühler Kopf beim Kartenfestival
Regionalliga: Halle bezwingt Riemke nach packendem Spiel 31:30 (11:13)

Von Marcel Bohnensteffen
(Text und Foto)
Halle (WB). Den Regionalliga-Handballerinnen von Union 92 Halle stand die Erleichterung förmlich ins Gesicht geschrieben: Durch den 31:30 (11:13)-Heimerfolg gegen SV Teutonia Riemke haben sie einen Riesenschritt in Richtung vorzeitigen Klassenerhalt getan.
Mit Roten Karten zum Zuschauen verurteilt stehen sie in der Hallenecke, leiden mit ihren Mitspielerinnen, sehnen die Schlusssirene herbei. Dann endlich ist Unions Heimsieg perfekt und Ann-Kristin Pieper und Nico Pape liegen sich in den Armen. Beide hatten zuvor Anteil daran gehabt, dass die Partie zu einem Kartenfestival wurde. Erst wurde Pieper beim Stand von 22:20 - gerade als Union auf die Siegesstraße eingebogen war - bestraft, weil sie vor Wut über eine zweifelhafte Zeitstrafe der schwachen Schiedsrichter Weigelt/Weigelt eine Wasserflasche durch die Halle kickte (47.). Dann sah Pape nach einem Gegenstoßfoul den knallroten Karton (52.). Doch ihre Teamkolleginnen fighteten für die zwei »Sünderinnen«. In der Endphase fasste sich allen voran Kathrin Huck im entscheidenden Moment ein Herz, und sicherte ihrem Team den Sieg.
Für die zwei Punkte benötigten die Gastgeberinnen jedoch eine lange Anlaufzeit. In Durchgang eins lief im Union-Spiel noch nicht viel zusammen. Immer wieder verpufften die Angriffe in der dicht gestaffelen Gäste-Abwehr. Selbst eine 9:6-Führung nach 18 Minuten gab keine Sicherheit, nur sechs Zeigerumdrehungen später stand ein 9:11 auf der Anzeigetafel. Zu allem Überfluss war Spielgestalterin Theresa Janzen auch noch kurzzeitig aus dem Spiel genommen, als sie bei einem Gegenstoß von Riemkes herausstürzender Torfrau »abgegrätscht« wurde (26.). Die Übeltäterin sah zu Recht »Rot«.
So musste sich die Klenke-Crew über einen 11:13-Pausenrückstand zurück in die Partie kämpfen, behielt am Ende aber in Person von Huck kühlen Kopf. Ihre verwandelten Siebenmeter zum 30:27 und 31:29 brachten die Entscheidung.
Union Halle: S. Huck (1.-60.), Janßen (bei einem 7m); Südmersen, Neubauer (3), Matenaer, Sommer (2), Lewe (2), Janzen (7), K. Huck (8/3), Pieper (2), Reschinsky, Pape (7/4), Klemme.
Teutonia Riemke: Bonna (1.-26.) Scheffler (ab 26.); Dohe (6), Müller (1), Borchert, Grzegorczyk (4), Wozniak, Niang (4), Vogler (6), Tahirovic (3), Ißleib (5/3), Behrens (1).

Halles Annika Reschinsky gegen drei Riemker Spielerinnen: Union kämpfte sich zurück in die Partie und wurde mit zwei Punkten belohnt.

Westfalen-Blatt vom 28.01.2008
HWerft
Erstellt am 26.01.2008 - 16:20
Warnung vor Vogler und Ißleib
Handball-Regionalliga: Halle muss Riemkes Top-Schützinnen stoppen


Halle (star). Am 22. September 2007 feierten Union Halles Handballerinnen in Riemke ihren ersten Sieg nach der Rückkehr in die Regionalliga - der Auftakt einer bis dato erfolgreichen Saion. Der Aufsteiger hat sich längst dem Niveau der Liga angepasst, belegt einen gesicherten Mittelfeldplatz und will Sonntag im Rückspiel mit einem Heimsieg gegen den Tabellennachbarn sein Punktekonto ausgleichen.
»Der Abstiegskampf entscheidet sich bereits in den nächsten drei bis vier Wochen. 15 Zähler wären für uns ein Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt.« Union-Trainer Karl-Heinz Klenke möchte so früh wie möglich Nägel mit Köpfen machen. Allerdings wartet auf das Team aus der Lindenstadt Schwerstarbeit. Die Gäste aus Bochum sind mit zwei Siegen ins Jahr 2008 gestartet. Beim 28:24 gegen Kempten stellte Torfrau Nicole Bonna einmal mehr ihre Klasse unter Beweis, entschärfte unter anderem acht von zehn Siebenmetern. »Riemke ist eine starke Mannschaft«, erwartet Klenke eine weitere echte Bewährungsprobe für seine Schützlinge.
Neben der bärenstarken Keeperin drücken zwei Rückraum-Akteurinnen dem Spiel der Gäste ihren Stempel auf. Spielertrainerin Alice Vogler verdiente bis 2004 ihr Geld in der dänischen Profiliga, Laura Ißleib verfügt über Bundesliga-Erfahrung. »Riemke bekommt Probleme, wenn diese beiden Spielerinnen offensiv angegangen werden. Doch das ist jedem Gegner bekannt.« Klenke hofft, dass es seinen Schützlingen gelingt, das Wissen über die gegnerischen Stärken und Schwächen auf dem Feld umzusetzen. Während hinter dem Einsatz von Tanja Lewe ein Fragezeichen steht, wird die grippegeschwächte Julia Beier allenfalls einen Platz auf der Tribüne einnehmen.

Edda Sommer (Nr. 10) bot im Hinspiel gegen Ex-Dänemark-Profi Alice Vogler eine überragende Deckungsleistung. An die Vorstellung vom 23:18 muss Union Sonntag anknüpfen. Foto: Gunnar Feicht

Westfalen-Blatt vom 26.01.2008